MediClin
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Die MediClin betreibt bundesweit Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung, der Schwerpunktversorgung und Fachkliniken (Akutkliniken), sowie Kliniken für die medizinische Rehabilitation/Anschlussheilbehandlung (Postakutkliniken).
Anzahl Einrichtungen: 30 Klinikbetriebe und sechs Pflegeeinrichtungen in elf Bundesländern
Bettenzahl > 7.700
Mitarbeiter > 6.900.
(Selbstdarstellung gelesen 26.11.06)
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Nachrichten
September 2007
Marburger Bund im Aufsichtsrat der MediClin AG
Pressemitteilung des Marburger Bundes Nr. 42/07 vom 24.09.2007:
Großer Erfolg für die Ärztegewerkschaft: Marburger Bund im Aufsichtsrat der MediClin AGFrankfurt am Main/Berlin - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat am 6. September 2007 einen bemerkenswerten Erfolg bei der Aufsichtsratswahl des in Frankfurt am Main ansässigen MediClin Klinikkonzerns für sich verzeichnen können. In einer Direktwahl sprachen 739 Beschäftigte dem Marburger Bund ihr Vertrauen aus (36,7% der 2 014 gültigen Stimmen). Damit konnte der MB mit seiner Gewerkschaftsliste einen der beiden freien Plätze im Aufsichtsrat der MediClin AG belegen, die bisher beide von Verdi besetzt wurden. Als Gewerkschaftsvertreter wird RA Udo Rein, Geschäftsführer des MB-Landesverbandes Hessen, Sitz und Stimme im Aufsichtsrat haben. Er wird sämtliche Interessen des Klinikpersonals vertreten und entsprechend nachhaltig auf die Unternehmenspolitik einwirken. Zur Medi-Clin AG gehören bundesweit 41 Einrichtungen mit rund 6 900 Mitarbeitern.
Der Marburger Bund will sich primär dafür einsetzen, dass für die Beschäftigten von MediClin ein Konzerntarifvertrag abgeschlossen wird. Bis dato lehnte es der Konzern ab, mit der Ärztegewerkschaft über Tarifverträge zu verhandeln. Die bisherigen Verhandlungen des Konzerns mit Verdi waren im Februar 2006 erfolglos abgebrochen worden. Als weiteres Ziel strebt der Marburger Bund eine Verbesserung der Informationsstrukturen an. Unternehmensziele sollten transparent gemacht werden und Mitarbeitern die Gelegenheit bieten, Prozesse mitzugestalten und zu beeinflussen. Außerdem gelte es, bestehende Personalprobleme und die hierdurch stetig zunehmende Arbeitsbelastung für die Klinikmitarbeiter zu beheben. Nur so könnten arbeitnehmerfreundliche Arbeitsstrukturen geschaffen und eine hochwertige Patientenversorgung langfristig gesichert werden.
Das „sehr gute“ Ergebnis der Wahl wertet der Marburger Bund als einen großen Vertrauensbeweis der Klinikmitarbeiter. Gleichzeitig sei es eine Bestätigung für die bisherigen gewerkschaftlichen Aktivitäten des MB. Die Ärztegewerkschaft fühlt sich daher bestärkt, diesen Weg konsequent weiterzugehen, um auch in weiteren Aufsichtsräten anderer Klinikkonzerne Plätze zu belegen und für Arbeitnehmerinteressen zu kämpfen.
Februar 2007
Sale-and-lease-back von Immobilien: Pachtzins hoch, Verkauf des Immobilienfonds erwogen
... Wie ein Sprecher des Ergo-Konzerns dem Handelsblatt bestätigte, erwägt der Versicherer [ERGO] den Verkauf des geschlossenem Immobilienfonds, dem 21 Einrichtungen der Klinik-Gruppe [Mediclin] gehören. ... Mediclin hat 21 Immobilien im so genannten Sale-and-lease-back-Verfahren an einen von der IVG-Tochter Oppenheim Immobilien-Kapitalgesellschaft (OIK) verwalteten Immobilienfods verkauft und langfristig zurückgepachtet. Angesichts rückläufiger Belegungszahlen droht die Zahlungsverpflichtung die Gruppe zu erdrücken. Der Pachtzins liegt steigt ab 2008 auf 37 Mill. Euro im Jahr, was in der Branche als weit überzogen gilt. ...
Siehe auch
- Homepage der IVG Immobilien AG
- Infos zur Oppenheim Immobilien-Kapitalgesellschaft beim Bankhaus Oppenheim
- Sale-and-leaseback bei den Marseille-Kliniken
Jahr 2003
Im Geschäftsbericht 2003 bedankt sich der Vorstand beim Betriebsrat für seine konstruktive Zusammenarbeit und bedauert den Personalabbau. Der Vorstand zahlt sich in diesem Jahr rund 265.000 € pro Nase an „Bezügen“ aus und verspricht den Aktionären, die leider keine Dividende erhielten, mit aller Kraft daran [zu] arbeiten Ihre Erwartungen zu erfüllen.
Hurrle-Klinikgruppe
MediClin übernahm 1998 die Hurrle-Klinikgruppe und befindet sich z.Z. in Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Kommanditisten von Hurrle. (MediClin 10.2.05)
Deloitte Consulting
Vorstandsvorsitzender der MediClin ist Ulrich Wandschneider, zuvor tätig bei Deloitte Consulting im Bereich "LifeScience & HealthCare" (Info Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2004)
Deloitte Consulting hatte im Auftrag des Hamburger Senats eine Studie angefertigt. Nadelstiche, die Sozialistische Zeitung von Norderstedt berichtete:
„Überlebensfähig sind nur große, spezialisierte Gesundheitszentren, so Gutachter Wandschneider laut taz (13.5.). Notwendig sei es folglich, „effiziente Größen“ zu schaffen, Abteilungen müssten zu Kompetenzzentren konzentriert werden. Natürlich erfordere das große Investitionen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Gewinne zu realisieren.
Die Ärztekammer machte darauf aufmerksam, dass die vermeintlichen Überkapazitäten in Wirklichkeit keine sind. Vergleiche man die Stadtstaaten, so liegt Hamburg laut Krankenhausplan nur 7,7% vor Bremen und Berlin. Überdies kommt jeder vierte Patient aus dem Umland. Vor allem bei hoch spezialisierten und aufwändigen Behandlungen sind Patienten aus dem Umland auf Krankenhäuser in Hamburg angewiesen. ver.di kritisierte die Intention des Gutachtens und seiner Auftraggeber als „Kahlschlag zu Gunsten privater Profiteure“. (Nadelstiche 11/03).
ERGO Versicherungsgruppe
Ergo und seine Konzerntöchter Victoria und DKV (Deutsche Krankenversicherung AG) sin Großaktionäre von Mediclin. (Handelblatt 21.1.07)
Im Aufsichtsrat der MediClin sitzt der Geschäftsführer der ERGO Trust GmbH, Frank-Rainer Vaessen. ERGO Trust gehört zur ERGO Versicherungsgruppe, die auch mit Rhön verbunden ist. Die Ergo-Gruppe ist im Besitz der Münchener Rück (Ärzte Zeitung 5.12.06).
Deutsche Krankenversicherung AG
Ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der MediClin, Jochen Messemer, ist Vorstandsmitglied der Deutschen Krankenversicherung AG (DKV). Die DKV ist außer mit Rhön auch mit Sana verbunden.
Asklepios
Pressemitteilung Asklepios-Gruppe 29.4.09
Asklepios baut Finanzbeteiligung an MediClin AG aus - Anteil von 10,7 Prozent auf 20,2 Prozent aufgestockt Königstein (Taunus). Die Asklepios Kliniken Gruppe hat ihren Anteilsbesitz an der MediClin AG von 10,7 Prozent auf rund 20,2 Prozent erweitert. Eine dementsprechende Mitteilung ist gestern an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin und die MediClin AG gegangen. ... Asklepios bietet darüber hinaus dem Management der Mediclin AG sein strategisches Branchen-Know how als Unterstützung an, um das Geschäftsmodell der Gesellschaft weiter voran zu bringen. Die MediClin AG hat im Geschäftsjahr 2008 Umsatzerlöse in Höhe von 456,8 Mio. Euro erzielt und beschäftigt rund 5.800 Mitarbeiter. Das Bundeskartellamt hat gegen den Anteilserwerb keine Einwände erhoben. Über den Kaufpreis des Pakets wurde Stillschweigen vereinbart.
Siehe auch

